Deutscher Company Cup 2020 auf der Flensburger Förde – mit dabei – vier Einhandsegler vom SCD auf einer Dehler 30 One Design

Begonnen hat diese Veranstaltung für uns mit dem Hinweis von Dirk Sundermann, dass es auf der Flensburger Förde eine derartige Regatta gibt, zu der erstmals auch Vereinsmannschaften, die allerdings im gleichen Verein Mitglied sein müssen, teilnehmen können. In den Vorjahren war die Veranstaltung nur segelbegeisterten Mitarbeitern aus ein und derselben Company, vorzugsweise auf gecharterten Schiffen, vorbehalten. Im Nachhinein habe ich allerdings die Gewissheit gewonnen, dass auch diese „Öffnungsklausel“ nicht so ganz ernst zu nehmen war. In unserer Startgruppe waren perfekt ausgerüstete Eigner-Schiffe und Teams vertreten, die auch mannschaftsmäßig in Kieler-Woche-Qualität segelten.

Die Aufmachung der Website einschließlich des Meldeportals, der Sponsorenliste und der Höhe des Startgeldes ließ erkennen, dass der Veranstalter das nicht zum ersten Mal ausrichtete … und versprach neben zwei Regattatagen ein reichhaltiges Rahmenprogramm.

Datum der Veranstaltung: 2./3.10.2020 auf der Flensburger Innenförde, Liegeplätze bzw. Regattabüro in der sehr ansprechenden und gut ausgebauten Marina Sonwik.

Was lag also näher, als aus dem SCD drei weitere Mitstreiter für die Veranstaltung zu begeistern? Neben Juliane und Dirk, die von vornherein gesetzt waren, war ein weiterer Einhandsegler unserer Jollenklasse schnell gefunden: Ulrich Dahlhoff. Vier Steuerleute auf einem Boot …

Nach Überführung von Kiel nach Flensburg und Training am 1.10.2020 sollte es dann am 2.10.2020 um 10 Uhr losgehen; das für 8.30 Uhr angesetzte Briefing fand nicht – wie sonst üblich – im Veranstaltungszelt statt, sondern per GoToMeeting auf dem Boot; jede Mannschaft getrennt und für sich. Der Wetterbericht versprach 20 – 25 kn Wind aus Südost. Wegen des für den folgenden Tag vorhergesagten Sturmtiefs mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 kn sollte dieser Tag der einzige Regattatag bleiben; der Wettfahrtleiter kürzte den Kurs (Distanz Gate zur Luvtonne zum Schluss nur noch 0,75 sm) soweit ein, dass am Ende des Tages fünf gesegelte Wettfahrten ohne Streicher, jeweils zwei Runden, auf der Liste standen und alle Teilnehmer gegen 17.30 Uhr wieder im Hafen waren. So war das Zwischenergebnis des Tages gleichzeitig das Endergebnis, das uns mit per Yardstick ermittelten  Platzierungen 6, 5, 4, 3, 3 in unserer Gruppe auf dem dritten Gesamtrang sah. Unsere Erkenntnis des Tages: Etwas mehr Training und eingespieltere Manöver wären hilfreich gewesen … dann hätte man auf dem engen Kurs auch mal den Gennaker bemühen können.

Das Rahmenprogramm begann hier mit käuflich zu erwerbendem Bier und einem Konzert der Flensburger Stadtbläser, die unter freiem Himmel kurzweilige Unterhaltung, auch für „Zaungäste“, boten.

Der 3.10.2020 beschränkte sich auf die wiederholten Startverschiebungen und die letztendliche Absage aller weiteren Wettfahrten. Zur Preisverteilung wurde dann per Funk für den frühen Nachmittag unter Einhaltung der Abstandsregeln und Tragen der Mund-Nase-Bedeckung im Veranstaltungszelt eingeladen.

Bedauerlicherweise stand die gesamte Veranstaltung und insbesondere das Rahmenprogramm im Zeichen der Corona Pandemie; die Gemeinsamkeiten an Land waren auf ein Minimum reduziert: Das im Meldegeld enthaltene Essen wurde am Freitag- und Sonnabendabend in Warmhalte-Styropor-Verpackungen zur Abholung im Regattazelt bereitgehalten und zum alsbaldigen Verzehr an Bord ausgegeben. Um so mehr ein Dankeschön an die Ausrichter, die das beste aus der Situation gemacht haben.

Sonntag, der 4.10.2020 begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und in der Förde zunächst 10 – 12 kn Wind aus südlichen Richtungen, die Dirk und ich dann dazu nutzten, das Boot nach Kiel zurück zu segeln. Nach Verlassen der Flensburger Förde erwarteten uns dann nochmal gut 20 kn Wind, sodass wir gegen 18.30 Uhr wieder in Kiel anlegen konnten.

Uwe Barthel

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