Große Segel-Gaudi bei der Laser-Staffel

Neuer Spaß mit alten Lasern – so hatte die Wettfahrtleitung die jüngste Regatta-Idee des SCD überschrieben. Und eines ist klar: Spaß hatten die die 30 Teilnehmer, die in fünf Teams gegeneinander antraten, auf jeden Fall.

So mancher schaute noch skeptisch, als Jugendwartin Conny am Samstag um 13 Uhr mit Flip-Chart zur Steuermannsbesprechung auflief. Volià: Fünf Teams, verteilt auf fünf Laser und fünf Starter-Bojen im Wasser hinterm Steg. Vier Runden sollen gesegelt werden, jedes Mal mit einem anderen Steuermann, jedes der sechs Crewmitglieder muss auf dem Boot gesessen haben, nach jeder Runde soll der Steuermann wechseln. Und die verbleibende Crew darf in der Zwischenzeit in eine lange Schot so viele Achtknoten wie möglich machen. What?

Erste Herausforderung: Die Namen der eigenen bunt zusammengewürfelten Crews auswendig lernen. Läuft. Dann ab ins Wasser, vorher noch das Knoten-Seil am Steg abgeholt. Jurymitglied Amelie hatte sich bereits mit dem Tretboot und einer Badeinsel samt Palme auf den Weg gemacht, um die Starts vom Wasser aus beobachten zu können. Per Megafon rief sie letzte Anweisungen gegen den Wind an. Denn Wind gab es genug, das merkten gleich die ersten Segler – alle Teams hatten im ersten Lauf zunächst auf die Zweier-Kombination aus Laser-Neuling und altem Hasen gesetzt.

Gesegelt wurde up and down: also zu den zwei ausgelegten Tonnen hochkreuzen, dann durch das Tonnentor und zurück auf Vorwindkurs. Spätestens beim Halsen lagen die ersten Segler im Wasser und mussten unter den Anfeuerungsrufen des verbleibenden Teams den Laser wieder aufrichten. Weder Mensch, noch Material wurden bei dieser Regatta geschont – Anne Christin musste sich sogar kurzzeitig mit einer Platzwunde in die behandelnden Hände ihrer Schwester Katharina begeben. Das Team im roten Laser, nach der ersten vier Runden auf Platz eins, durfte im zweiten Lauf einen Extra-Kringel um die Tonne fahren. Das zweitplatzierte Team „Orange“ bekam das am meisten verknotete Seil, um die Achtknoten im zweiten Rennen wieder zu lösen.

Auch die Zuschauer auf dem Steg hatten ihren Spaß. Sie sahen rasante Manöver und mehr oder weniger elegante Crew-Wechsel, die sogar zum Verlust von Brillen und Kappen führten. Ein Schotblock hielt dem auffrischenden Wind im zweiten Lauf nicht stand, auch ein Pinnenausleger brach. Am Ende hatte das orange Team – Morten, Alke, Anja, Andi, Ewald und Vera – die Nase vorn und bekam den neuen Wanderpreis überreicht. Moment – Wanderpreis? Genau: im kommenden Jahr soll der Laserspaß wieder in den SCD-Kalender aufgenommen werden.

Bericht: Anja Hustert, Bilder: Jochen Lukosch, Ulli Dahlhoff

Hier die Bilder in voller Auflösung auf Flickr:

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