Wir sagen morgens „Moin“.

Wir sagen morgens „Moin“.
Wir sagen abends „Moin“.
Das nennt man Effizienz.

Werbespruch des Landes SH Der echte Norden

Der echte Norden rief Jochen und Karla Lukosch als Helfer in die Wettfahrtleitung des zweiten Spieltages der Segel-Bundesliga auf die Kieler Innenförde. Die Anreise am Donnerstag geriet schon kurz hinter Osnabrück ins Stocken, Staus auf der Autobahn reihten sich aneinander. Unvorhergesehenes gab es an diesem Wochenende in Hülle und Fülle.

Wind super, Sonnenschein aber auf dem Wasser bitterkalt. Die ersten Rennen wurden am Freitagmorgen fast pünktlich, der Anker des Startschiffes hielt leider in dem Schlick der Förde nicht, gestartet. Wir brachten dann auf 12 Meter Wassertiefe noch einen weiteren Anker und zusätzliche Reitgewichte aus. Uns graute schon jetzt vor dem Hochholmanöver!

Die Teilnehmer der 36 Ligavereine segelten im Ligaformat, kurze Rennen von ca. 12 Minuten in einem Speergebiet auf der Innenförde gegeneinander. In einem Race starten immer sechs Mannschaften auf einem up and down Kurs. Die beiden Ligen starten in drei Minutenabständen, also gab es auf dem Startschiff alle Hände voll zu tun. Jochen war als Stellvertretender Wettfahrtleiter und Karla als Strippenzieher und Zielrichterschreiberling eingesetzt, das Startschiff eine Elan 31.

Störungen und Verzögerungen gab es eine ganze Menge: unser Speergebiet sollte nicht befahren werden, an den Begrenzungstonnen waren Motorboote des Camp 24/7 und der DLRG stationiert. Mehrere Male mussten wir die Regatta aber gezielt unterbrechen oder mit dem nächsten Start warten, weil Kreuzfahrer, Fähren nach Skandinavien, ein manovierbehindertes U-Boot, ein Kriegsschiff im Bau oder aber auch Versorger der Bohrplattformen unser Regattagebiet durchfuhren. Alle wurden uns von Kiel Traffic angekündigt, sodass genügend Zeit blieb, den Regattakurs zu räumen.
Die ständig verkehrenden Fähren über die Förde fuhren immer um unseren Kurs herum.
Für die Gäste auf den großen Fähren, die an den Relingen standen, waren wir eine willkommene Abwechslung. Segelsport hautnah!

Als Tonnen konnten wir Smart Marks ausprobieren, die von einer netten Tonnenlegerin auf dem iPad vom Startschiff aus ferngesteuert wurden. Ist schon witzig, wenn die Tonnen alleine aus dem Hafen fahren, um ihre Position auf der Bahn einzunehmen.

Bei Windstärken von oft mehr als 20 Knoten bekamen wir von den Seglern tolle Manöver, Sonnenschüsse aber auch taktisch anspruchsvolle Schläge gezeigt. Es blieb spannend bis zum Schluss. Den Spieltag der 1. Liga gewannen die Segler und Seglerinnen des Norddeutschen Regattavereins, die 2. Liga Segler vom KaR aus Berlin.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und ein bisschen gerechnet: bei 14 Fligths, drei Races pro F, in zwei Ligen und mindestens drei zu ziehenden Fahnen komme ich nach diesem Wochenende auf mindestens 1000 mal die Fahnen hissen…… ich glaube hier sollte auch mal jemand ein automatisches Fahnenhochziehgerät entwickeln 😉

Da war ich doch als Niedersachse vom Dümmer recht effizient!

Weitere Infos findet man auf der Seite der Deutschen Segel-Bundesliga und auch ein Video des Livestream von Samstag und Sonntag auf YouTube.
Karla Lukosch

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